20.1.2017
Liebe Slamily,

Es waren neun spannende Jahre für mich. Aber mein Leben und ich, wir haben uns verändert, und ich habe mich bereits die letzten Jahre nicht in dem Maße um MySlam kümmern können, wie ich es gerne getan hätte. Daher endet dieses Kapitel für mich heute.
Ich wünsche euch, dass ihr weiterhin die lauten Töne und noch viel mehr die leisen beherrscht. Dass ihr die Zwerchfelle der Menschen berührt und noch viel mehr ihre Herzen.
Ich bedanke mich bei euch für die Treue und auch für die Kritik, die Provokation und die Leidenschaft. Bei einigen wenigen bedanke ich mich für ihr ganz besonderes Engagement für MySlam.
Bleibt wie ihr seid und schreibt nicht zu viel Käse auf Facebook!


Wolfgang

"Und blüht am End' der Freiheit Glück. Dann ward die Tat des Wortes Lohn"
(Wehwalt Koslovsky)
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Forum - Poetry Slam Magazin - Respect the animals!

Franzi Röchter

Respect the animals!

Thou wast not borne for death, immortal Bird! Bei mir kam wieder der Missionar durch. 1. Internationales Straßenkünstler-Festival im Allwetterzoo Münster

... das will ich den Tieren um die Ohren hauen ...
Thou wast not borne for death, immortal Bird! Bei mir kam wieder der Missionar durch.


uggha chakka uggha chakka

Da hatte sich Herbert Beesten mit seinen Aasee-Poeten und mit PascalJerome aber etwas Tolles einfallen lassen! „Die Lamas können ja gar nicht weg, wenn sie das nicht hören wollen!“ „Ist Tuba an Kamelohr nicht schädlich?“ „Slammen die Tiere auch mit?“ „Darf der Silberrücken die Jury machen?“ Nee, nee, Herberts Aasee-Poeten brauchen keine Jury, die brauchen nicht mal eigene Texte, wenns hoch kommt. Da tuts auch schon mal Rilkes Panther. Die brauchen nur eine Aktiv-Box, ein Mikro und dass man sie lässt, zur Not auch auf dem Elefantenhügel!


"Ich mach immer gerne den Panther!" (Herbert Beesten)

Mensch, bin ich neidisch, dass ich heute den Pinguinen und Affen keinen mehr vorerzählen konnte, weil ich ja die Textfabrik in der Weberei Gütersloh hatte. Der dort anwesende SF-Autor Dieter Bohn hatte auch kein Rezept fürs Beamen in der Tasche äh... im Text.


"... mal vor Tierkäfigen lesen, leider nicht in Tierkäfigen ..." (PascalJerome)

Gorilla, was kam mir dieser Public Zoo-Scream gelegen! Wollte immer schon mal meine vegetarischen Anti-Wurst-Gedichte vor Tieren zum Besten geben und mich bei denselben lieb Fohlen machen. Ich hoffe, ich habe nun bei allen Menschenaffen, Giraffen und Nashörnern einen Stein im Brett und finde irgendwann Unterschlupf, sollte ich jemals ein Frauenhaus benötigen. Schließlich habe ich mich für euch zum Affen gemacht und mir eine schrille Haarfarbe zugelegt. (Ich finde, ein Orang Utan mit Pink auf dem Kopf wäre übrigens auch schick). Deshalb lautete auch mein Lieblingsappell gestern Nachmittag im Münsteraner Zoo zwischen gefakten Russenbands und melodramatischen russischen Bärenhüterinnen vor durchgesägten Trabbi-Hälften: „Ihr ‚humans’, macht doch mit dem Schlachthaus Schluss!“ (Zur Verifizierung meiner dichterischen Aussage hier ein Link (Der Folterknecht und sein Schlächter) für denkende Menschen, wobei ich blauäugig davon ausgehe, dass alle Dichter und Poeten dazuzählen und mir niemand aus diesem Personenkreis diesen kleinen Ausflug in die ernsteren und dringlichen Themen unserer Gesellschaft verübelt. Falls ich jemals einen Sponsoren hätte, würde der sowieso nicht Gutfried oder Rügenwalder heißen, und wenn sich jemals die Firma Böklunder melden sollte, werde ich sagen: "Zu spät, zu spät, mich sponsort bereits der Club der Tofu-Reformhäuser, Sprossenzüchter und die Fa. Jupiter Handgetreidemühlen!“


uggha chakka uggha chakka Teil 2

Lustig klang der Zoobesuch aus, als ich beim Verlassen des Geländes am Gehege der malaysischen geringelten Steilschwanzaffen (ungefähre Namensrekonstruktion) vorbeikam und erst nicht genau erkennen konnte, ob es nur verkleinerte Giraffen sind. Bis ein Kind seine Eltern fragte, ob das dauerhafte Hochhalten nicht etwas anstrengend sei, was vom Vater verneint wurde.


"Äh ... oh ... was ich bisher noch nicht gekannt hatte ..."

Vielen Dank, Herbert Beesten und PascalJerome, dass ich mitmachen durfte, wegen euch mal wieder in den Münsteraner Zoo gekommen bin und mal wieder darauf gestoßen wurde, dass a) viele Tiere erheblich schöner sind als Menschen (z.B. Giraffen), b) viele Tiere so eine unglaublich lange Evolutionsgeschichte verkörpern (z.B. Warane, Nashörner, Elefanten und Gorillas, so dass wir noch viel besser auf sie aufpassen sollten) und c) dass wir einfach nicht der Maßstab aller Dinge sind. Denn was wissen wir schon von den geheimen Slams der Tiere, nachts im Zoo, wenn alle Besucher fort sind?


"Sind die Tiere gut?" "Pommes!" (Kind, 3 Jahre)

© Franzi

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Franzi Röchter

Franzi RöchterAutorin, Poetin, Slammerin, Reporterin, Hörbuch-Sprecherin, Klein-Verlegerin, Kulturjournalistin ... alles Mögliche, nur nicht genau das!